21.08.11

Nachtrag


Da der Chefredakteur dieses Blogs, sich selbst eine schöpferische Pause verordnet hat, fühl ich mich nun in die Pflicht gerufen (genötigt) diesen Blog auf den aktuellsten Stand zu bringen.
Wir haben 7 Wochen in Cairns verbracht. Wobei wir die 2te ausschließlich auf See, zwischen den verschiedenen Riffs des Great Barrier Reef, verbrachten. Nachdem wir unseren Dienst an Bord quittiert hatten, haben wir uns einen Van zugelegt.
Der Van ist ein Ford Econvan Maxi, Baujahr 1996, Kilometerstand ca. 280.000, Farbe Weiß mit geringem Rost. Der Motor in gutem Zustand. Er wurde von zwei Engländern erstanden und verbrachte die ersten Tage in der Werkstatt um das Route Worthy Certification (Straßentauglichkeitszertifikat) zu erhalten. Diese Tage übernachteten wir im Zelt. Und wie es der Zufall so will, waren dies genau die einzigen Regentage bis jetzt. Die Einzigen.
Als wir also unseren Van im besten Zustand zurück erhielten, machten wir uns auch schon auf den Weg um die Gegend um Cairns zu erkunden. Der erste Stop war Cape Tribulation. Eine abgeschiedene Gegend, welche nur über eine Fähre erreichbar ist. Cape Tribulation ist bekannt wegen des Regenwaldes, welcher bis ans Meer reicht. Wir verbrachten dort mehrere Tage und bestiegen auch den höchsten Berg der Insel. Mount Sorrow. Er ist mit unseren heimatlichen Bergen überhaupt nicht zu vergleichen. Er ist lediglich 650 Meter hoch und überwuchert von Regenwald. Aber lasst euch gesagt sein, dieser Hügel bringt sogar geübte Bergsteiger ins Schwitzen. Vor allem wenn man für 2 Personen lediglich einen halben Liter Wasser mit sich führt. Dies sollte sich als gravierender Fehler herausstellen. Man wandert über Bäume und Wurzeln und zu guter Letzt folgt auch noch ein steiler Anstieg, der sich über gefühlte 5 km zieht. In Wahrheit war es zwar nur 1 km, jedoch bei einer Steigung von 80% treibt es einem schon mal den Schweiß in die Augen.
Auf dem Rückweg von Cape Tribulation besuchten wir noch die Stadt Pourt Douglas, welche überhaupt nicht der Rede wert ist und eine Krokodilfarm. Wir konnten bestaunen wie Krokodile und in welcher Umgebung sie aufgezogen werden (müssen). Nebenbei konnten wir auch noch Koalas, Cassowaries, Wallabys, Kängurus beobachten.
Damit sich unser Aufenthalt nicht zu langweilig gestaltet, sind wir auch noch zum Skydiven gegangen. Skydiven heißt so viel wie Freier Fall aus 4,8 km Höhe. Das ganze fand an einem leicht verregneten Nachmittag statt. Wobei wir eigentlich Glück mit dem Wetter hatten, denn in Skydiverkreisen ist ein verregneter Tag besser, da man die Geschwindigkeit des Freien Falls besser einschätzen und sich durch die Wolken stürzen kann.
Aber wir sind ja nicht nach Australien gekommen um uns nur in einer Region aufzuhalten. Deshalb haben wir uns kürzlich auf den Weg nach Alice Springs gemacht um den Uluru/Ayers Rock zu begutachten. Für diesen Ausflug über mehrere tausend Kilometer haben wir noch einen Bekannten aus Holland gutmütiger Weise aufgenommen. Wir nennen in der Einfachheit halber Dutchy (sprich „Datschie“). Wir wollten uns jedoch nicht auf den Weg machen ohne die Hot Springs (Bach dessen Temperatur bei 70° liegt) und den bekannten Millaa Millaa Falls mitzunehmen. Die Millaa Millaa Falls sind deshalb bekannt, weil sie nicht nur wunderschön sind, sondern auch weil sie zum Drehort für eine Werbespot einer bekannten  Shampoomarke wurden.
Aufgrund dieses Ausfluges mussten wir einen anderen Weg Richtung Mittelpunkt des Outbacks nehmen. Dieser ist aber eigentlich nur für allradbetriebene Fahrzeuge geeignet. Leider haben wir das erst zu spät herausgefunden und mussten uns mit 30 km pro Stunde durch Bäche und Sümpfe kämpfen. Und das sage und schreibe einen Tag lang!
Mittlerweile haben wir den gepflasterten Highway gefunden. Dabei beeindruckt die Landschaft. Man mag gar nicht vermuten wie schön das Outback trotz seiner Verlassenheit sein kann. Einziges Manko, man fährt stundenlang gerade aus, ohne auf eine Ortschaft zu treffen. Klingt nicht schlimm. Ist es aber, denn wenn man mit einem Van oder auch sonst einem Auto fährt, braucht man bekanntlich Treibstoff. Nun kann es hier aber vorkommen, dass man mit einem vollen Treibstofftank nicht von einer Tankstelle zur nächsten kommt, da dazwischen 650 km kurvenloser, purer australischer Ter liegt.
Ich hoffe, dass sich mein Chefredakteur schnell erholt und sich seines schreibtechnischen Talentes bewusst wird [;-)], dann werden interessante Updates folgen, ansonsten werdet Ihr wohl oder übel mit mir vorlieb nehmen müssen.
cu FOZ
 (wer Fehler findet, darf sie gerne behalten!)

12.08.11

FOZ: backpacker

australien; cairns - australien; unendliche weiten, riesige entfernungen, aber dennoch voll von backpackern. in australien leben circa 21 mio. menschen, 23 mio. wildschweine, aber dennoch hauchen in den meisten gegenden die backpacker den strassen leben ein.
die vorstellung von leuten die mit ihrem rucksack durch die strassen wandern, ist jedoch total fehl am platz. das leben eines backpackers sollte und darf man sich nicht so vorstellen. ein gewoehnlicher backpacker lebt in einem van. zumeist teilt er sich den mit noch anderen artgenossen. sein tag beginnt relativ frueh, weil er sich noch vor der taeglichen kontrolle des hiesigen rangers verdruecken muss. denn campieren in einem camping ist in australien teuer und so wird meistens in seitenstrassen, auf parkplaetzen oder in der naehe von verlassenen gebieten uebernachtet. was natuerlich verboten ist. wer erwischt wird, kann zuerst lediglich mit einer abmahnung, spaeter aber auch mit saftigen strafen rechnen. dannach gibt es ein deftiges fruehstueck mit milch und (den billigsten) cornflakes. meist noch mit etwas zucker vermischt um der bruehe geschmack zu verleihen, aber auch damit man so richtig gestaerkt in den tag starten kann. alsdann machen sich die meisten auch schon auf den weg an den strand oder an die lagune, je nach den oertlichen begebenheiten. die seltensten beginnen morgens zu arbeiten, denn die australier geniessen den schlaf am morgen - was backpacker auch gerne machen wuerden, aber eben nicht koennen -. die arbeit beginnt meistens erst nach dem mittagessen. die arbeitsplaetze koennen dabei nicht unterschiedlicher sein. sie reichen von verkauefer, reinigungskraeft, kellner bis hin zum fabrikarbeiter. die arbeitszeiten sind flexibel und enden meist gerade vor der ausgehzeit. gerade rechtzeitig, dass man sich noch in oeffentlichen duschen und toiletten fuer den abend zurechtmachen kann, mit den freunden an oeffentlichen barbeques grillen und billiges goon geniessen kann und schlussendlich noch zur naechstbesten party starten kann. wo das kuehle bier dann, und wen wunderts, von einem anderen backpacker serviert wird.

04.08.11

updating

Wir haben jetzt (mittlerweile schon seit laengerer Zeit) unser Auto. Ein Ford Econovan MAXI. Der steht zur Zeit beim Mechaniker, damit wir auch sicher durchs Outback nach Alice Springs kommen. Aber der Van duerfte ganz ok sein, mit Schlafzimmer, Umkleiderum und Kueche. Nur WC fehlt... Wir warten eigentlich nur darauf, dass beim Van alles passt, dann koennen wir endlich irgendwohin fahren. Alex ist jetzt KitesurferPRO und morgen gehts, nachdem der Van zum Mechaniker gebracht wurde zum Skydiven. 14.000 feet. EvaIIIIIiiIIIiiiIiiiiiiii